Landesweite Kastrationswochen vom 18. bis 30. Januar 2021

- wir sind natürlich dabei!

Wie jedes Jahr im Januar sind sie auch in 2021 wieder da: die Kastrationswochen - und wieder sind wir selbstverständlich dabei! 

Und es geht ganz einfach: um eure 20% an der Kastrationsgebühr zurück zu erhalten, informiert euch vorab bei eurem Tierarzt, ob er (oder sie) an der Kastrationsaktion teilnimmt. In diesem Fall bekommt ihr nämlich zusätzlich zur Rechnung noch eine separate Kastrationsbescheinigung. Bringt BEIDES bei uns im Tierheim vorbei, und ihr erhaltet nach kurzer Prüfung 20% der Kastrationsgebühr auf euer Konto überwiesen. Sorry, Barauszahlung ist nicht möglich.

Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie könnt ihr im Augenblick nur nach Terminvergabe bei uns vorbeikommen. Schreibt uns einfach eine Email (Tierheim@tierschutz-bingen.de) oder hinterlasst uns eine Nachricht auf dem AB. Wir kontaktieren euch dann, um einen Termin auszumachen.​ Haltet euch bitte unbedingt an diese landesweite Regelung der Kontaktbeschränkung. 

Bei dieser Aktion gewinnen zwei Seiten - ihr spart etwas, und die Katzenwelt gewinnt. Der Gewinn ist weniger Elend, weniger auf sich selbst angewiesene wilde Katzen, hungernde und kranke Kitten bis zu dreimal im Jahr. Diese Aktion spricht neben den Katzenbesitzern auch die Personen an, die Futterstellen von freilaufenden und scheuen Katzen betreiben. Denn genau dort beginnt oft das Elend: unkontrollierte Vermehrung, deren Anzahl von Katzen durch jede zusätzliche Katzengeneration zu einer massiven Lawine wird. 

Information des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Rheinland-Pfalz hierzu:

 

"Auch in diesem Jahr findet durch die Initiative und Unterstützung des Landesverbandes Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes nach der Premiere im Jahr 2006 wieder eine landesweite Katzenkastrations-Aktion statt. Vom 18. Bis 30. Januar gibt es für Kastrationen von Katzen und Katern nach vorherigem Antrag einen Zuschuss, die teilnehmenden Tierärzte unterstützen die Aktion.   

   

„Etwa zwei Millionen Straßenkatzen gibt es in Deutschland, Hunderttausende sind es in Rheinland-Pfalz“, sagt Landesvorsitzender Andreas Lindig. Sie stammen von unkastrierten Freigänger-Katzen aus Privathaushalten ab und müssen jeden Tag einen harten Kampf ums Überleben führen. „Nur die Kastration von Freigängern kann diesen Teufelskreis durchbrechen und das Katzenleid beenden. Deshalb appellieren wir auch grundsätzlich an alle Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren zu lassen.“ In Rheinland-Pfalz haben bislang nur die Verbandsgemeinden Brohltal, Bad Hönningen und Maifeld, der Kreis Ahrweiler sowie die Städte Neustadt und Worms entsprechende Rechtsverordnungen zur Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen erlassen und gehen so mit gutem Beispiel voran. „Das sind zu wenige, Rheinland-Pfalz steht im Vergleich zu anderen Bundesländern schlecht da, andere sollten folgen“, so Lindig, „gleichzeitig stehen Bund, Länder und Kommunen aber auch in der finanziellen Pflicht“, so Lindig.  

Seit dem Projektstart führen Tierschützer in Zusammenarbeit mit der Tierärzteschaft nun schon zum 16. Mal die landesweiten Kastrationen durch. Nahezu 22000 Tiere konnten dadurch bisher kastriert werden, die Zahlen schwanken pro Jahr, von 1000 bis zu fast 1500 etwa im Jahr 2003. Die dem Landesverband angeschlossenen Tierheim kastrieren Katzen nicht nur im Aktionszeitraum, sondern während des gesamten Jahres. Dies kostet viel Geld, es kommen Summen zusammen, die die Tierschutzvereine kaum noch schultern können. Tierheime sind bereits seit Jahren am Rande ihrer finanziellen Möglichkeiten und auch der Aufnahmekapazitäten: So gab es 2019 einige Male Aufnahmesperren für Katzen, so etwa in Worms. Im Jahr 2020 sind bei allen Tierheimen die Einnahmen auch wegen Corona und deshalb angesagten Veranstaltungen weggebrochen.

Er hoffe, so Andreas Lindig, dass sich künftig auch Kommunen an Kastrationsaktionen beteiligten und mit Zuschüssen unterstützen. Denn diese seien verpflichtet, sich herrenloser und Fund-Tieren anzunehmen: „Wild lebende Katzen können in Städten und Gemeinden zum Problem werden, das viel Geld kosten kann, wenn in Einzelfällen die Katzenpopulation ausufert“. Noch immer leugneten viele Gemeinden das Problem herrenloser Katzen und bezweifelten generell, dass es Fundkatzen gebe und „stehlen sich so aus der Verantwortung, auch der finanziellen.“